Henri Benthack automatisiert
Case Study
Der Baustofffachhändler Henri Benthack nutzt opheo seit 2011 und hat die Lösung in mehreren Schritten ausgebaut. Nach Einführung des Ankunftsmonitors folgen jetzt die automatische Avisierung und Tourenplanung sowie die digitale Unterschrift. Seit Juni 2023 kommt die Software aus der Cloud.
Die Henri Benthack GmbH & Co. KG ist ein traditionsreicher Hamburger Baustofffachhändler mit über 300 Mitarbeiter:innen. Das im Jahr 1930 gegründete Unternehmen betreibt eine eigene Lkw-Flotte mit rund 30 Fahrzeugen und führt ein Lagersortiment mit 8.500 Produkten. Ausgehend von sechs Standorten in Hamburg, Lübeck, Grevesmühlen, Neumünster und Syke ist das Unternehmen in vier norddeutschen Bundesländern aktiv.
Erste Ausbaustufe
Jens Bielert, Logistikleiter des Hamburger Baustofffachhändlers, weiß auch nach über zehn Jahren noch genau, warum sich sein Unternehmen einst für den Transportleitstand von Solvares Logistics entschieden hat. An dem Softwareanbieter schätzt er vor allem die Zukunftsorientierung: „opheo wird permanent weiterentwickelt und bietet uns stets eine Perspektive für weitere Optimierungsschritte“, so Bielert, der opheo als damaliger Projektleiter im Jahr 2011 eingeführt hat.
In der ersten Ausbaustufe wurde opheo inklusive der integrierten Telematiklösung opheo MOBILE schrittweise an den Standorten Hamburg, Lübeck, Grevesmühlen und Neumünster
implementiert. Die Niederlassung Lurup wird zentral aus Hamburg gesteuert, während in Syke der Transportleitstand erst im Mai 2023 eingeführt wurde – zumal hier lediglich zwei Fahrzeuge disponiert werden müssen. „Das Aufschalten der neuen Standorte lief erstaunlich glatt und zügig“, berichtet Dennis Kniebel, der mittlerweile die Projektleitung von Jens Bielert übernommen hat. Und Fuhrparkleiter Steven Ludwig betont: „Jetzt können sich unsere zehn Disponenten auch standortübergreifend vertreten, ohne dafür den angestammten Arbeitsplatz verlassen zu müssen.“ Vor diesem Hintergrund könnten Ausfälle durch Krankheit, Urlaub oder Ähnlichem ohne höheren Personalaufwand besser kompensiert werden.
Seit 2023 kommt die Software aus der Cloud Ausfälle sind auch hinsichtlich der eigenen Server kein Thema mehr: Seit Juni 2023 nutzt Henri Benthack die von Solvares Logistics angebotene Cloudlösung. Am opheo-Leistungsumfang hat sich dadurch nichts geändert. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz der Virtual Desktop Technologie der Azure Cloud.
Die von Microsoft bereitgestellte Azure Cloud erspart den Kunden die kostenintensive Investition in eigene Serverinfrastruktur und IT-Personal. „opheo ist bei uns die erste Software, die wir über eine Cloud nutzen. Damit sammeln wir Erfahrungen für weitere Installationen, um damit langfristig unsere Hardwarekosten zu senken“, erklärt Projektleiter Kniebel.
Bei Henri Benthack werden die Lieferaufträge aus dem ERP-System an den Transportleitstand opheo übertragen und im Dispo-Cockpit des Disponenten zu optimierten Touren zusammengestellt. Diese wiederum priorisieren die Aufträge im angeschlossenen Lagerverwaltungssystem ProLogistik und geben die Kommissionier-Reihenfolge vor. Per Mobilfunk werden die Touren an die in den Lkw montierten Samsung Tablets gesendetund vom Fahrer abgearbeitet.
Aktuelle Positionsdaten
Die Fahrer erhalten via opheo Auftragsdaten und Lieferadressen und können sich mit der integrierten Truck-Navigation zum nächsten Ziel leiten lassen. Jeder erreichte Sendungsstatus
wird per Knopfdruck dokumentiert und ebenso wie die aktuellen Positionsdaten an die Zentrale übermittelt. Mit diesen Informationen kann opheo für jede Sendung die Ankunftszeit beim Kunden, das voraussichtliche Tourende sowie den Zeitpunkt der Rückkehr jedes Fahrers berechnen.
Insgesamt steuert opheo bei Henri Benthack 27 eigene Lkw. „Allein in Hamburg und Lurup organisieren wir auf diese Weise mit derzeit zehn Lkw und zwei Sprintern 60 bis 90 Auslieferungen pro Tag. Die einzelnen Fahrzeuge absolvieren dabei bis zu vier Touren“, so Fuhrparkleiter Ludwig. In Lübeck, Grevesmühlen und Neumünster sind jeweils vier bis sechs weitere Lkw stationiert, die von zwei Disponenten pro Standort verplant werden.
In der Praxis kommt es nur selten zu Planabweichungen und Verspätungen, denn das Logistik-Team von Henri Benthack hat opheo mit realistischen Stammdaten gefüttert. „In der Anfangsphase haben wir unsere Fahrer mit der Stoppuhr begleitet, um möglichst genaue Zeitwerte für Lade- und Entladezeiten sowie die durchschnittlichen Wartezeiten an den Baustellen zu erhalten“, erinnert sich Ludwig. Die so ermittelten Daten werden von opheo automatisch bei der Tourenplanung berücksichtigt.
Transparenz dank Ankunftsmonitor
Die tatsächlichen Rückkehrzeiten der Lkw werden minutengenau auf den Ankunftsmonitoren angezeigt, die auf Basis der von opheo gemeldeten Positionsdaten arbeiten. Damit können die Lagermitarbeiter frühzeitig die Neubeladung für die Folgetouren vorbereiten, gezielt kommissionieren und die Standzeiten der Fahrzeuge minimieren.
Bei Henri Benthack kann der Ankunftsmonitor auf jedem Bildschirm im Lagerleitstand des jeweiligen Standorts aktiviert werden. Die dortigen Mitarbeiter können auch ohne opheo-Vorkenntnisse problemlos erkennen, welches Fahrzeug zu welcher Uhrzeit an den Standort zurückkehrt.
„Durch den Ankunftsmonitor haben sich die Wartezeiten unserer Fahrer drastisch verkürzt. Es bleibt mehr Zeit zum Abarbeiten der Folgetour und die Raumsituation an der Rampe hat sich deutlich entspannt“, fasst Kniebel die Vorteile der Lösung zusammen.
Ein weiterer Effekt des Ankunftsmonitors ist der gewonnene Platz in der Bereitstellungszone, da dort jetzt nur noch die unmittelbar für die nächste Beladung vorgesehenen Baustoffe abgestellt werden. In der Vergangenheit fehlte den Kommissionierern oft die Vorgabe, mit welcher Priorität die für den jeweiligen Tag geplanten Aufträge zu behandeln sind.
„Durch die Vorteile des Ankunftsmonitors hat sich diese Investition innerhalb weniger Wochen amortisiert“, stellt Projektleiter Kniebel fest.
Die weiteren Ausbaustufen
Eine schnelle Amortisierung erwartet Henri Benthack auch von den bevorstehenden weiteren Ausbaustufen von opheo. Konkret geht es um das Einführen der digitalen Unterschrift und um die automatisierte Avisierung per E-Mail, mit der Kunden über bevorstehende Anlieferungen informiert werden sollen. Der Versand der Nachricht erfolgt dann automatisch, sobald der Lkw eine bestimmte Entfernung zum Ziel unterschreitet. Das zeitnahe Avisieren vor der Anlieferung bringt vor allem den Baustellen-Kunden Vorteile, die damit ihr Personal optimal einteilen und rechtzeitig Platz schaffen können.
Von der ebenfalls geplanten Einführung der digitalen Unterschrift profitiert in erster Linie der Fakturierungs-Prozess, der dadurch unmittelbar nach der Auslieferung gestartet werden kann. „Künftig werden unsere Kunden den Empfang der Waren nicht mehr auf dem Papier, sondern auf dem Display des Fahrzeug-Tablets quittieren“, plant Kniebel, der außerdem nochein weiteres Projekt mit opheo Solutions vorhat: die Einführung der automatischen Tourenplanung mit dem opheo Optimizer.
Tausende von Tourenplänen berechnen
Der Optimizer, ein intelligenter Planungs- und Optimierungs-Algorithmus, ergänzt den Transportleitstand opheo und deckt unterschiedlichste Transport- und Fahrzeugarten ab. Zudem lässt sich die Software mithilfe von Optimierungsparametern und dem flexiblen opheo-Regelwerk an die individuellen kundenseitigen Rahmenbedingungen anpassen. So berücksichtigt der Optimizer zum Beispiel geforderte Fahrzeugeigenschaften und -kapazitäten, Fahrerqualifikationen, Lade- und Öffnungszeiten sowie Lenk- und Ruhezeiten.
Der opheo Optimizer basiert auf einem selbstlernenden Algorithmus, den die Mathematiker von opheo Solutions entwickelt haben. Das als „Adaptive Evolutionary Search“ bezeichnete Planungsverfahren ist in der Lage, innerhalb von kürzester Zeit Tausende von Tourenplänen zu berechnen und durch einzelne Änderungen eine schrittweise Verbesserung zu erreichen.
Eine lebendige Partnerschaft
Fazit: Auch nach über zehn Jahren ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Henri Benthack und Solvares Logistics lebendig wie am ersten Tag. Der permanent weiterentwickelte Transportleitstand wird dem Baustofffachhändler auch in Zukunft viele weitere Möglichkeiten der Prozessoptimierung bieten.